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Sicherheitszentrum

Häufige Fragen

  • Beteiligen sich Nidwalden und Obwalden an den Baukosten? Was ist ihre Rolle im Projekt?

    Die Integrierte Leitstelle sieht für die Zentralschweizer Polizeikorps zwei redundante Einsatzleitzentralen an zwei Standorten vor: Brünig-Achse (Luzern, Nidwalden und Obwalden) am Standort Rothenburg LU und Gotthard-Achse (Schwyz und Zug) am Standort Kaltbach SZ. Wegen des hohen Synergiepotenzials und zur besseren Einsatzkoordination wurde entschieden, auch den Sanitätsnotruf 144 Zentralschweiz mit dem Rettungsdienst des Luzerner Kantonsspitals in die Einsatzleitzentrale des Sicherheitszentrums zu integrieren. Das Schwyzer Stimmvolk hat die Realisierung des neuen Verwaltungs- und Sicherheitszentrums in Kaltbach SZ, welches auch die gemeinsame Einsatzleitzentrale der Gotthard-Achse beinhalten wird, im Jahr 2024 gutgeheissen.

    Mit der Integrierten Leitstelle, in der Polizei (Notrufnummern 117, 118 und 112) und Sanität (Notrufnummer 144) zukünftig gemeinsam arbeiten, entsteht ein weiterer zentraler Synergieeffekt: Die Notruf- und Einsatzkoordination aller Blaulichtorganisationen für Luzern, Nidwalden und Obwalden wird aus einem einzigen, hochmodernen Zentrum gesteuert. Mit den Nachbarkantonen sowie dem Sanitätsnotruf ist vereinbart, dass diese Personal für die Integrierte Leitstelle bereitstellen und sich mit rund einer Million Franken pro Jahr an den Infrastrukturkosten beteiligen.

    Polizistinnen und Polizisten aus den drei Kantonen arbeiten Hand in Hand mit dem Rettungsdienst des Luzerner Kantonsspitals und können so alle Arten von Notfällen mit dem nötigen geographischen und fachlichen Know-how professionell bewältigen. Gleichzeitig sorgt die Erstellung einer technischen baugleichen Zentrale im Kanton Schwyz für eine nahtlose Übernahme der Notrufe bei einem Ausfall. All dies erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit, verbessert die Qualität der Ereignisbewältigung und stärkt die Krisenresilienz des gesamten Systems.
  • Wieso brauchen die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz sowie der Veterinärdienst das SZR?

    Zu den Liegenschaften, die am Ende ihres Lebenszyklus angelangt sind, gehören auch zwei Dienststellen des Gesundheits- und Sozialdepartements: Der Veterinärdienst ist in einer Immobilie untergebracht, die gravierende Mängel aufweist und die keinen Platz für notwendige Spezialräume (wie z.B. Lagerungsräume für Seuchenmaterial) bietet. Es braucht zeitgemässe Arbeitsbedingungen. Zudem läuft der Mietvertrag aus.

    Die Labors der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen – die Arbeitssicherheit ist in absehbarer Zeit nicht mehr gegeben und auch dieser Standort weist gravierende Mängel auf. Damit die Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz ihre Aufgaben zum Schutz der Luzerner Bevölkerung und zum Nutzen der Wirtschaft weiterhin auf einem hohen Level erbringen kann, braucht es das Sicherheitszentrum Rothenburg. Ferner ist die Dienststelle heute an zwei Standorten untergebracht und kann zukünftig an einem Sitz konzentriert werden.

    Mit der räumlichen Nähe der zwei GSD-Dienststellen im SZR können bereits heute vorhandene Synergien beibehalten werden und verschiedene Prozesse neu verbessert werden – zum Beispiel der Probentransport oder die Schalterbelegung.

    Weiter ergeben sich zwischen dem Veterinärdienst, dem Labor der Dienststelle Lebensmittelkontrolle und Verbraucherschutz sowie der Polizei wertvolle Synergien. Die enge räumliche und organisatorische Verzahnung erleichtert gemeinsame Kontrollen, beschleunigt Abklärungen und ermöglicht ein rasches, abgestimmtes Handeln bei Tierseuchen, Umweltvergehen oder lebensmittelrelevanten Gesundheitsrisiken.
  • Wann kann die Bevölkerung über das Sicherheitszentrum Rothenburg abstimmen?

    Die Bevölkerung des Kantons Luzern wird voraussichtlich im November 2026 über den Baukredit zum Sicherheitszentrum abstimmen. Sagt sie ja, wird danach das Baugesuch bei der Gemeinde Rothenburg eingereicht. Nach heutigem Planungsstand soll das Gebäude im September 2032 fertiggestellt sein.
  • Könnte man die Laborleistung outsourcen oder privatisieren?

    Es wurden in der Vergangenheit aber auch andere Formen, wie das Outsourcing der Laborleistung an Dritte, geprüft. Das Ergebnis war immer dasselbe: für den Kanton Luzern wird es teurer. Dies war auch das Ergebnis einer Analyse des Kantons Aargau, welcher sich gegen ein Outsourcing und für einen Neubau, welcher bezogen wurde, entschieden hat.

  • Wieso arbeitet man nicht mit anderen kantonalen Labors zusammen?

    Die gemäss Bundesrecht vorgeschriebenen Untersuchungen sind sehr breitgefächert. Kein Schweizer Labor ist in der Lage, alle Untersuchungen alleine durchzuführen. Um den amtlichen Aufgaben dennoch nachzukommen, wird eine enge Zusammenarbeit zwischen den Kantonslaboren praktiziert. Auch der Kanton Luzern nimmt an dieser Zusammenarbeit teil und lässt Proben durch andere Labors untersuchen oder untersucht diese als Dienstleistung für Dritte. So können die Bedürfnisse abgedeckt werden, ohne dass für alles das Knowhow aufgebaut und ein eigenes Gerät angeschafft werden muss.
  • Warum saniert der Kanton die bestehenden Gebäude nicht einfach?

    Die Polizeiinfrastruktur am Stützpunkt Sprengi in Emmenbrücke, wo Verkehrspolizei und Werkstatt untergebracht sind, ist in einem schlechten Zustand und weist akuten Sanierungsbedarf auf. Das Problem: Der Standort ist flächenmässig für die Anzahl der dort stationierten Mitarbeitenden zu klein und entspricht in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen an eine zeitgemässe Arbeitsumgebung, die Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. 

    Im Sinne von Notlösungen arbeitet das Personal teilweise in Containern, Provisorien und zugemieteten Räumlichkeiten. Ferner ist die Mitbenutzung des benachbarten Werkhofareals im Eigentum des Bundsamts für Strassen (ASTRA) nur auf Zusehen mit dem Sicherheitszentrum als Perspektive geduldet.

    Das bestehende Labor an der Vonmattstrasse 16 in Luzern ist baulich und betrieblich stark veraltet und entspricht nicht mehr den aktuellen Anforderungen und Sicherheitsstandards an ein Laborgebäude.

    Auch die Dienststelle Veterinärdienst befindet sich in einem alten Gebäude an der Meyerstrasse, welches das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat. Es ist ungenügend isoliert und die Infrastruktur veraltet. Ausserdem fehlen Funktions- und Spezialräume.

    Eine dezentrale Lösung würde zudem keine Synergien in den Arbeitsabläufen und in der Zusammenarbeit freispielen. 
  • Wird beim Bau auf Nachhaltigkeit geachtet?

    Ja, beim Bau des SZR nimmt der Kanton Luzern seine Vorbildrolle als öffentlicher Bauherr wahr. Zum Heizen und Kühlen kommen Erdsonden zum Einsatz, die im Winter Wärme aus dem Erdreich gewinnen und sie im Sommer wieder abgeben. Und wo es möglich ist, wird für den Bau Recyclingbeton verwendet.
    Das Sicherheitszentrum erfüllt die Anforderungen des Schweizer Baustandards MINERGIE-P. Im Zentrum stehen ein hoher Nutzerkomfort, eine sehr gute Energieeffizienz sowie ein konsequenter Klimaschutz.
  • Wieviel Mehrverkehr verursacht das SZR in Rothenburg?

    Der Bebauungsplan Rothenburg Station Ost gibt den Richtwert für das zulässige Verkehrsaufkommen für Wegfahrten in der Abendspitzenstunde von 17.00 bis 18.00 Uhr vor. Da das Sicherheitszentrum innerhalb des Gebäudes lediglich Parkplätze für Dienstfahrzeuge oder betriebsnotwendige Fahrzeuge beherbergt, wird der Richtwert deutlich unterschritten.
    Analog der Kantonalen Verwaltung am Seetalplatz werden für Mitarbeitende keine Parkplätze für Privatfahrzeuge zur Verfügung gestellt. Veloparkplätze stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Die Parkplätze für Besuchende befinden sich im Aussenraum vor den beiden Hauptzugängen.
     

  • Ist der Polizeiposten auch zu Fuss gut erreichbar?

    Ja, das SZR ist über den Bahnhof Rothenburg Station sehr gut mit Zug und Bus erschlossen. Von dort sind es fünf Minuten zu Fuss.